Advent

Wir sagen euch an den lieben Advent

Wir sagen euch an den lieben Advent.
Sehet, die zweite Kerze brennt.
So nehmet euch eins um das andere an,
wie auch der Herr an uns getan!
Freut euch, ihr Christen! Freuet euch sehr.
Schon ist nahe der Herr.

Liedtext: Maria Ferschl (1895–1982)   > Vollständiger Text

Adventus Domini, die Ankunft des Herrn, bezeichnet die Zeit zur Vorbereitung auf das Hochfest der Geburt Jesu Christi, Weihnachten.
Es beginnt ein neues Kirchenjahr (2017/2018 Lesejahr: B II) und wir hören in den Lesungen vom Endgericht: Seid wachsam und haltet Euch bereit! Kirchenfarbe ist violett.

8. Dezember – Hochfest (H) der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria

Adventskalender gehören seit dem 19. Jahrhundert zum christlichen Brauchtum und sollen, ähnlich wie der Adventskranz, die Wartezeit bis zum Weihnachtsfest verkürzen und die Vorfreude steigern. Lassen Sie sich in unserem Adventskalender von einem Weinachtsmotiv überraschen und lesen Sie jeden Tag ein Stück weiter in der Weihnachtsgeschichte!

Dieses Jahr können wir wieder in unserer Seitenkapelle vor der Ikone „Muttergottes des Zeichens“ meditieren:

Ikone: „Muttergottes des Zeichens“

Zur Ikone: „Muttergottes des Zeichens“

Zur Darstellung: Die Ikone bezieht sich auf eine Verheißung im Buch Jesaja, die dem damaligen König Ahas den Beistand Gottes zusagte: „Darum wird euch der Herr von sich aus ein Zeichen geben: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebären und sie wird ihm den Namen Immanuel (Gott mit uns) geben.“ (Jes 7,14) Diese Verheißung wird später auf die Geburt des Messias bezogen und in der Erzählung der Verkündigung an Maria aufgegriffen (Lk 1,26ff).

Meditation

Maria, du schaust mich an. Was willst du mir sagen? Nachdenklich ist dein Blick, gesammelt, ahnend, dass mit dir etwas Großes geschehen ist. Einst ist dir ein Engel begegnet mit einer unglaublichen Ankündigung: Ein Kind wirst du bekommen, Gottes Sohn soll es sein. Gott will in diese Welt geboren werden, und du sollst seine Mutter sein. Du sollst Gott in dir tragen, Ihn in dir wachsen lassen, Ihn zur Welt bringen.

Der Engel sprach vom Heiligen Geist und von der Kraft des Höchsten, die dich überschatten wird.

Du hast Gott all das zugetraut und hast dich getraut, Ja zu sagen zu Seinem Willen.

Dein ernster Blick spricht von deinen Erfahrungen: es war nicht leicht – du hast nicht immer verstanden, was geschah, du hast um deinen Sohn gebangt und hast mit ihm gelitten. Aber du hast dich auf alles eingelassen – auf das Wort des Engels hin.

Deine geöffneten Hände, deine zum Gebet erhobenen Arme – sie sprechen zu mir von deiner Offenheit, deiner Bereitschaft, – und deinem vertrauenden Ja. Wie oft wirst du so vor Gott gestanden haben, betend, zu Ihm aufschauend: Ja – mir geschehe nach deinem Wort. Gott konnte dir Seinen Sohn in die geöffneten Arme geben.

Durch dein Ja konnte Jesus zur Welt kommen, konnte ER seinen Weg gehen, konnte Gott zu den Menschen kommen. Du bist Ihm gefolgt. Du warst Ihm Mutter und Jüngerin, hast Christus zu den Menschen gebracht – bist so Schwester aller Gläubigen und Mutter der Kirche geworden.

Heute will Gott in mir geboren werden, in mir leben und in die Welt kommen. Ich weiß selbst nicht, wie das gehen soll. Eigentlich fühle ich mich dem nicht gewachsen.

Dann schau ich auf dich, Maria. Ich möchte vertrauen, – wie du, Maria, will es Gott zutrauen, dass Er auch in mir wachsen kann. Denn für Gott ist nichts unmöglich, so hat der Engel zu dir gesagt. So wie du dich auf Sein Kommen vorbereitet hast, so möchte ich auch mein Herz für Ihn offen halten.

Maria, du bist auch mir ein Zeichen. Nimm mich in deine Haltung hinein. Breite meine Arme aus mit den deinen, damit Christus in mir Raum findet, dass Er in mir wachsen kann. Breite meine Arme aus mit den deinen, dass auch ich weitergeben kann, was Gott in mich gelegt hat – dass ich Seine Liebe zu den Menschen bringen kann.

Quelle: Weg-Vallendar.de

nach P. Dr. Hubert LenzWege erwachsenen Glaubens Vallendar