Luthers Anschlag …

Fasching:
„Luthers Anschlag,
der wiegt schwer – neue Thesen müssen her“

Gemeindefasching – Sa, 25.02. 20:00 Uhr
Seniorenfasching – Die, 28.02. 14:00 Uhr
Abschmücken – Die, 28.02. 19:00 Uhr

Impressionen vom Gemeindefasching :-)


Kirchenlatein oder Dominus vobiscum
Autor: Otto Kruse

In den Messen vor dem Konzil
verstand das Kirchenvolk nicht viel.
Die wurden gelesen auf Latein,
für die meisten Worthülsen nur, ohne verstanden zu sein.
So hat der Pastor von des Altares hohen Stufen
Nicht „Der Herr sei mit euch“ dem Volk zugerufen,
sondern „Dominus vobiscum“ hat es geklungen,
für Ältere noch vertraut, nicht für die Jungen.

Als kleiner Junge sollt ich in eine lateinische Messe gehn,
Glaubt mir: so was Komisches hatte ich noch nie gesehn,
Mit Schellengebimmel traten hervor
2 kleine Pastörkes und 1 großer Pastor.
Die schritten nach vorn, dann flüsterten sie dort.
Wie ich auch lauschte, ich verstand doch kein Wort.

Dann ist ein Pastörken zum Großen gekommen
und hat dem den Hut vom Kopf genommen.
Eine schwarze Kappe mit 4 Ecken,
mit der lief er fort, um sie zu verstecken.

Und vorn am Altar da schauten die drei,
wo denn das Käppken geblieben sei.
Sie haben gekniet und taten sich bücken,
doch das Käppken zu finden, das wollte nicht glücken.

Dann hat der große ein paar Stufen erstiegen,
mit einem dicken Buch, das ließ er dort liegen.
Er schlug es auf, um hineinzusehen,
vielleicht würde da was von seinem Hute drin stehen.
Nichts findet er beim Lesen heraus,
da breitet er plötzlich die Arme weit aus
und ruft mit lauter Stimme dazu:
Du min Hut wo bist du?“

Bald drauf ging der Pastor eine Treppe nach oben,
beschimpfte die Leute, fing fast an zu toben.
Ich hab von alle dem nix verstanden,
doch vermutlich, weil sie seinen Hut nicht fanden.
Dann stieg er herunter und es bimmelte wieder,
da knieten vor Angst die Leute nieder.
Unter den Bänken, da suchten sie,
doch die verschwundene Kappen – die fanden sie nie.

Das ließ dem Pastor jedoch keine Ruh,
erneut rief er lauthals: „Min Hut, wo bist du?“
Vor Ärger fing er dann an zu trinken,
tat die Pastörkes zu sich winken.
Die kamen auch schnell mit 2 Kännchen voll Wein
und schütteten dem großen noch einen ein.
Der rief ein drittes Mal wie vorher genau,
da wurden die Leute auf einmal schlau.

Sie ließen 2 Kassierer mit Körbchen kommen,
die haben den Leuten das Geld abgenommen,
um damit ein neues Käppchen zu kaufen.
Das erfreut den Pastor und er hört auf zu saufen.

Einige Zeit später dreht der sich erneut um
und fuchtelt mit der rechten Hand herum
und sagt den Bösen und den Frommen,
sie sollen machen, dass sie nach Hause kommen.

Auf einmal geht ein Pastörken um das Eck
und holt die Kappe aus dem Versteck.
Der große war froh, dass sie wiedergefunden,
dann sind die 3 durch eine Tür an der Seite verschwunden.

Auch die Leute wandten sich alle zum Gehen,
doch das gesammelte Geld hab’n sie nicht wieder gesehen.

Quelle und Link: www.Festgestaltung.de

Dr. Johanna Schell +

Heute, Donnerstag 23. Februar 2017, wurde Frau Dr. Johanna Schell beerdigt. Auf dem Neuen Friedhof im „Garten der Erinnerung“ in Potsdam hat sie ihre letzte Ruhe gefunden. Um 9:00 Uhr wurde unter Vorsitz von Weihbischof Dr. Matthias Heinrich das Requiem gefeiert, mitzelebriert haben Prälat Dr. Stefan Dybowski, Propst Klaus-Günter Müller, Pfarrer Manfred Ackermann und Kaplan Andrea Ciglia.

Nachruf auf Dr. Johanna Schell

Am 12. Februar 2017 verstarb in Potsdam im Alter von 89 Jahren Frau Dr. Johanna Schell. Für die Kirchenmusik im Erzbistum Berlin hat sie sich als langjährige Organistin und Chorleiterin der Gemeinde St. Peter und Paul Potsdam sowie als Leiterin der C-Organistenausbildung und Orgelsachverständige größte Verdienste erworben. Geboren und aufgewachsen in Erfurt, erhielt sie ihren ersten Orgelunterricht beim damaligen Domorganisten Heinrich Stockhorst, den sie in der unmittelbaren Nachkriegszeit bereits häufiger zu Gottesdiensten im Erfurter Dom vertrat. Nach ihrem Abitur trat sie 1947 folgerichtig ein Studium der Kirchenmusik an der Hochschule für Musik in Berlin-Charlottenburg an. Ihr prägender Lehrer war hierbei Prof. Joseph Ahrens, der zugleich als Domorganist der Hedwigs-Kathedrale amtierte. 1951 beendete sie diese gründliche Ausbildung mit dem Staatsexamen. Bereits während des Studiums wirkte Johanna Schell als Organistin in der Gemeinde St. Canisius in Berlin-Charlottenburg, die ihre Gottesdienste wegen der Kriegszerstörungen in einem Saal des Frauenbundhauses am Lietzensee feierte. Anfang des Jahres 1950 wurde ihr dann die Stelle als Organistin und Chorleiterin an der Gemeinde St. Peter und Paul in Potsdam angeboten. Sie entschied sich dafür und blieb diesem Amt 37 Jahre lang bis zu ihrer Pensionierung treu. Ihren bisherigen Wohnsitz in West-Berlin gab sie dafür auf und zog in die DDR, da es für sie selbstverständlich war, in der Gemeinde zu leben, in der sie arbeitete. Leicht war der Einstand für sie dort nicht: eine 22-jährige Frau als Musikerin in der katholischen Kirche, hauptamtlich im Einsatz mit einer Besoldung für das Nebenamt. Jahrelang leitete sie allen Widerständen zum Trotz eine kontinuierliche Basisarbeit mit Chören, Musiziergruppen und ihrem Orgelspiel. Dabei ging es ihr um weit mehr als nur eine persönliche Anerkennung: Johanna Schell wollte mit ihrer Arbeit die Gemeinde und vor allem ihre Vorgesetzten davon überzeugen, dass die Musik einen berechtigten Anspruch in der Liturgie besitzt. Da die bloße Praxis dafür nicht ausreichte, entschloss sie sich 1954 zum wissenschaftlichen Nachweis und nahm an der Freien Universität Berlin ein Studium der Musikwissenschaft und Philosophie auf. Im Juli 1961 – nur wenige Tage vor dem Bau der Mauer – verteidigte sie ihre Promotion mit dem Thema „Ästhetische Probleme der Kirchenmusik im Lichte der Enzyklika Papst Pius XII. ‚Musicae sacrae disciplina‘“. Als 1961 durch die Teilung der Stadt im Ostteil des Bistums Berlin plötzlich keine kirchenmusikalische Ausbildung mehr möglich war, wurde Johanna Schell gebeten, die C-Ausbildung für Organisten im Nebenamt zu übernehmen. Auch hier sagte sie zu und übte dieses für die katholische Kirchenmusik in Berlin so wichtige Amt bis 1998 zuverlässig und souverän aus. Sie unterrichtete zunächst allein, später in Zusammenarbeit mit einigen Kolleginnen und Kollegen (u. a. Marianne Reinisch (gest. 2016), Maria Hasenleder (heute Dekanatskirchenmusikerin mit Dienstsitz in Hl. Familie, Prenzlauer Berg), Domkapellmeister Michael Witt (gest. 2012) und Pfarrer Peter Wistuba) Orgelspiel, Harmonielehre, Gesangbuchkunde, Orgelbaukunde und Liturgik, ferner führte sie Klassenvorspiele und Exkursionen durch. Rund 150 Schüler sind im Laufe der Jahre durch diese Ausbildung gegangen, viele davon spielen heute regelmäßig Gottesdienste, etliche haben noch ein B- oder A-Studium angeschlossen, einer – Tobias Aehlig – ist 2013 Domorganist in Paderborn geworden. In der gleichen Zeitspanne von 1961 bis 1998 war Johanna Schell als Orgelsachverständige des Bistums tätig. Sie beriet die Gemeinden bei Orgelneubauten und größeren Reparaturen, erstellte Dispositionen, überprüfte Gutachten und Kostenvoranschläge und war eine strenge Orgelabnehmerin. Aber auch überdiözesan übernahm Johanna Schell wichtige Aufgaben. So organisierte sie Tagungen für katholische Kirchenmusiker in der DDR, hielt ökumenische Kontakte und war Mitglied der Konsultorenkonferenz für Kirchenmusik. In der letztgenannten Funktion arbeitete sie unter anderem an der Edition des „Gotteslobes“ von 1975 und beriet mit Fachkollegen die Umsetzung der Liturgiereform für die Gemeindepraxis. Nicht vergessen werden dürfen die großen künstlerischen Leistungen Johanna Schells als Organistin. Im Laufe ihrer Potsdamer Amtszeit erarbeitete sie sich ein sehr großes Repertoire, das sie nicht nur in den Gottesdiensten, sondern auch in zahlreichen Konzerten darbot. An ihrer Stammorgel in St. Peter und Paul etablierte sie regelmäßige Konzerte, aber gastierte auch in vielen katholischen und evangelischen Kirchen der DDR. 1979 war ihr eine erste Konzertreise nach Österreich und in die Schweiz vergönnt, zwei Jahre später durfte sie auch in der Bundesrepublik Deutschland auftreten. Nach der Beendigung ihrer Diözesanaufgaben 1998 blieb Johanna Schell als Organistin präsent, auch wenn gesundheitsbedingt die Auftritte allmählich seltener wurden. Als musikalische „Altersversorgung“ diente ihr vorrangig die Orgel in der St. Josefskapelle in Potsdam. Als kompetente und liebenswürdige Gesprächspartnerin war sie bis in ihre letzten Lebensmonate hinein gefragt; viele Freunde, Gemeindemitglieder und ehemalige Schüler hielten engen Kontakt zu ihr. Für ihr beeindruckendes Lebenswerk wurde Johanna Schell sowohl von der Kirche als auch vom Staat geehrt: 1988 wurde ihr der päpstliche Orden „Pro Ecclesia et Pontifice“ verliehen, im Juni 2015 erhielt sie die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Bernhard Schrammek im Auftrag von Martin Ludwig, Leiter des Referates Kirchenmusik im Erzbistum Berlin

Quelle und Link zum Nachruf als Pdf-Datei:
www.Erzbistum-Berlin.de

Handkommunion

Veröffentlicht auf Tag des Herrn (www.Tag-des-Herrn.de)

Seit wann gibt es Hostie und Handkommunion?

Wann wurde die Hostie eingeführt, da Jesus beim letzten Abendmahl doch Brot gereicht hat? Und warum wird die Hostie in die Hand gelegt?

Jesus hat beim letzten Abendmahl vermutlich die damals üblichen Brotfladen benutzt. Das setzte sich insofern fort, dass auch Jahrhunderte später für die Eucharistie „alltägliches“ Brot benutzt wurde, das die Gläubigen zum Gottesdienst mitbrachten. …

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Was die Handkommunion betrifft: Sie ist die ursprüngliche Form. Cyrill von Jerusalem (4. Jahrhundert) beschreibt die Kommunion so: „Wenn du nun hingehst, mache die linke Hand zu einem Thron für die Rechte, die den König empfangen soll, und dann mache die flache Hand hohl und nimm den Leib Christi in Empfang und sage das Amen dazu.“ Doch 500 Jahre später heißt es: „Keinem Laien gebe man die heiligste Eucharistie in die Hand, sondern man lege sie in den Mund.“ Eine übermäßig gesteigerte Ehrfurcht war auch hier der Grund – der bis ins 20. Jahrhundert hinein anhielt.

Von Susanne Haverkamp

Quelle und Link: www.Tag-des-Herrn.de