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Gebet eines alten Berliner’s

Gebet eines alten Berliner’s

Manchmal sitz ich janz alleene inne
Kirche vor’n Altar und denn denk ich,
ob mein Leben überhaupt wat Jutet war?

Ick bin fast siebzich, kann noch loofen,
kann noch kieken, kann ma koofen,
wat ma irjendwie jefällt –
mir jeht’s jut uff diese Welt!

Wie ick neulich da so sitze uff de
harte Kirchenbank,
muss ick an die andan denken, die janz
arm sind und ooch krank
die janz einsam sind und weenen;
denn für die, da jibt’s kaum eenen,
der se mal an’s Herze drückt oder mit
een Wort bejlückt.

Lieba Jott, ick weeß, jetzt frachste,
ob ick det nich ändan kann.
Hör ick richtich, Du, wat sachste?
Ich wär’ doch der richtje Mann,
der trotz fast siebzich manch ee’n
Armen könnte doch durch Dein Erbarmen
noch een bissken Glück bescher’n,
det se nicht noch mehr entbehr’n …?

Du kickst runta von Dein Kreuze
mitten in mein Herze rin,
weil De weeßt, det ick noch imma so een
bisschen gläubich bin.
Und nu willste, det ick jehe und nach
alte Leute sehe
und se helfe, froh zu sein
– nich nur durch Dein Wort allein
nee ooch Taten willste sehen,
jedenfalls, det denk ick mir,
wird schon noch durch mir jeschehen,
wenn’t nich jeht,
dann saag’ ick’s Dir.

Lieba Jott, jetzt jeh ick wieda,
unterweecks, da sing ick Lieda,
det De weeßt, bei Dir war’t schön,
so mach’s jut – uff Wiedasehn!

Verfasser unbekannt

 

Quelle und Link:  Treffpunkt50plus.blogspot.com

Pilgern 2019

Annekatrin schreibt uns  am Donnerstag, 10.10.2019, vom Pilgerweg:

Wir haben Bassano del Grappa erreicht und somit die Alpen endgültig überquert. Wir sind jetzt 4 Tage entlang der Brenta durch ein enges Tal gelaufen und haben die Ebene erreicht. Am Samstag wollen wir in Padua ankommen.