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Familiengottesdienst

Ab und an gibt es in unserer Gemeinde St. Antonius einen Familiengottesdienst.  Heute, zum Bibelsonntag, war es so. Das Gemeindeorchester und die Antoniustöne haben die Heilige Messe sehr schön musikalisch begleitet. Herr Pfarrer Karlson hielt dazu eine Kinderkatechese. Was kann man den Kindern zu dem Evangelium von unreinen Geistern sagen?

EVANGELIUM   Mk 1, 21-28

Er lehrte sie wie einer, der göttliche Vollmacht hat

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Markus

In Kafarnaum ging Jesus am Sabbat in die Synagoge und lehrte.
Und die Menschen waren sehr betroffen von seiner Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der göttliche Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten.
In ihrer Synagoge saß ein Mann, der von einem unreinen Geist besessen war. Der begann zu schreien:
Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes.
Da befahl ihm Jesus: Schweig und verlass ihn!
Der unreine Geist zerrte den Mann hin und her und verließ ihn mit lautem Geschrei.
Da erschraken alle, und einer fragte den andern: Was hat das zu bedeuten? Hier wird mit Vollmacht eine ganz neue Lehre verkündet. Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl.
Und sein Ruf verbreitete sich rasch im ganzen Gebiet von Galiläa.

Herr Pfarrer sprach von Alpträumen, wie sie entstehen und was man dagegen machen kann.

Namensgeber für den Alptraum waren die sogenannten Alben. In verschiedenen Mythologien gibt es Kobolde oder Elfen, die schlechte Träume verursachen und „Alben“ heißen. Man stellte sich vor, wie sie unbemerkt auf der Brust des Schlafenden sitzen und dabei Angst in deren Träumen erzeugen.

Eine Möglichkeit sich davon zu befreien ist das Abendgebet …

Müde bin ich…

Müde bin ich, geh zur Ruh,
schließe beide Augen zu.
Vater lass die Augen dein
über meinem Bette sein.

Hab ich Unrecht heut getan,
sieh es lieber Gott nicht an.
Deine Gnad und Jesu Blut
macht ja allen Schaden gut.

Alle die mir sind verwandt,
Gott lass ruhn in deiner Hand.
Alle Menschen groß und klein,
sollen dir befohlen sein.

Müden Herzen sende Ruh,
nasse Augen schließe zu.
Lass den Mond am Himmel stehn
und die stille Welt besehn.
Amen

Müde bin ich, geh‘ zur Ruh‘ dichtete Luise Hensel 1816 im Alter von 18 Jahren. Geboren 1798 als Tochter einer Pfarrfamilie in der Nähe von Berlin, wuchs Luise Hensel in Armut und den Wirren der Napoleonischen Kriege und der Revolutionsjahre auf. 1809 starb der Vater und die Familie zog nach Berlin.

Link zu Youtube: Müde bin ich, geh‘ zur Ruh

Vielen Dank Herrn Pfarrer Karlson und allen Mitwirkenden für den schönen Familiengottesdienst!