Ende der Volkskirche

31.07.2018 Tag des Herrn
Interview mit Eberhard Tiefensee

„Die Volkskirche wird zur Ausnahme“

Die Zahl der Katholiken in Deutschland sinkt kontinuierlich. Das zeigt wieder einmal die jährliche Statistik. Manch einer betrauert das Ende der Volkskirche. In Ostdeutschland gibt es die schon lange nicht mehr. Wie Gläubige und Kirche mit ihrer sinkenden Bedeutung umgehen sollten, erläutert der Priester und Erfurter Philosophieprofessor Eberhard Tiefensee im Interview. Er hat sich intensiv mit den Glaubens- und Denkvorstellungen der Menschen in Ostdeutschland befasst.

Herr Professor Tiefensee, in Ostdeutschland sind Katholiken eine kleine Minderheit. Zeigt der Blick nach Ostdeutschland, wie es in 10 oder 20 Jahren auch in anderen Teilen Deutschlands aussieht?
Ich tue mich mit Prognosen sehr schwer. Aber die Tendenz ist deutlich, dass wir von volkskirchlichen Verhältnissen wegkommen. Ost- und Westdeutschland kann man nicht plakativ vergleichen. Im Osten kommt zum westeuropäischen Rückgang der Religion noch die besondere Geschichte. Insgesamt ist derzeit von einer Wiederkehr der Religion nicht zu reden. Die Tendenz ist, dass Religion weiter zurückgeht.

Müssen wir also damit leben, dass es in Westeuropa künftig Regionen ohne Christen und Kirche gibt?
Das glaube ich nicht. Aber die Volkskirche, die wir über Jahrhunderte gewöhnt sind, wird eine Ausnahme werden.
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