Gebotene Feiertage

Gebotene Feiertage sind die Sonntage und Feste im liturgischen Kalender der katholischen Kirche, an denen die Gläubigen zur Teilnahme an einer Heiligen Messe verpflichtet sind.

Im Codex-Juris-Canonici, Canon 1247 heißt es: „Am Sonntag und an den anderen gebotenen Feiertagen sind die Gläubigen zur Teilnahme an der Messfeier verpflichtet; sie haben sich darüber hinaus jener Werke und Tätigkeiten zu enthalten, die den Gottesdienst, die dem Sonntag eigene Freude oder die Geist und Körper geschuldete Erholung hindern.“

Diese Verpflichtung wird auch Sonntagspflicht oder Präsenzpflicht genannt. Sie kann auch durch die Mitfeier der Vorabendmesse erfüllt werden. Für den Pfarrer einer Gemeinde besteht an gebotenen Feiertagen eine Applikationspflicht, das heißt, er ist verpflichtet, für die ihm anvertrauten Gläubigen eine Heilige Messe zu zelebrieren.

In allen Diözesen im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz gelten neben den Sonntagen die folgenden gebotenen Feiertage:

  • Geburt unseres Herrn Jesus Christus (25. Dezember)
  • zweiter Weihnachtstag (26. Dezember)
  • Hochfest der Gottesmutter Maria (1. Januar)
  • Ostermontag
  • Christi Himmelfahrt
  • Pfingstmontag

Die folgenden Feiertage sind unter anderen Diözesen Deutschlands auch in der Diözese Berlin gebotene Feiertage:

  • Erscheinung des Herrn (6. Januar)
  • Hochfest des Leibes und Blutes Christi (Fronleichnam), (Donnerstag der zweiten Woche nach Pfingsten)
  • Allerheiligen (1. November)

Der folgende Feiertage ist in einigen anderen Diözesen Deutschlands gebotener Feiertag, nicht in Berlin:

  • Aufnahme Mariens in den Himmel (15. August)

Quelle: de.wikipedia.org