Propst Dr. Arnd Franke

Seit 1. September 2018 haben wir einen neuen Propst, Pfarrer Dr. Arnd Franke, im Pfarrbrief von St. Peter und Paul zum Erntedank 2018 stellte er sich vor:

Die Einsetzung als Pfarrer für die Pfarrgemeinde St. Paul und Paul durch Erzbischof Dr. Heiner Koch bedeutet für mich eine große Ehre. Die Pfarrei genießt innerhalb des Erzbistums und darüber hinaus einen exzellenten Ruf. Ich bin voller Hoffnung und Zuversicht, dass wir alle gut zusammenarbeiten werden, um Gottes Freude in eine Welt zu tragen, die sich nach guten Nachrichten sehnt. Je mehr ich die Pfarrei kennen lerne, umso deutlicher zeigt sich, dass dies eine Gemeinde ist, die sich im Aufbruch befindet, begierig nach geistlichem Tiefgang ist, den Notleidenden helfen möchte, die frohe Botschaft verkünden möchte – dies alles im Geist der Nachfolge Christi. Gott hat Großartiges mit uns vor. Auch meine Wurzeln liegen in einer dynamischen ostdeutschen Diasporagemeinde: Aufgewachsen bin ich in Stralsund. Nach dem Abitur ging es für ein Jahr zum Sprachkurs (Griechisch und Latein) nach Magdeburg, anschließend zum Theologiestudium nach Erfurt, Rom und Boston. Kardinal Sterzinsky weihte mich im Jahr 2000 zum Priester.

Meine Mutter lebt nach wie vor in Stralsund, mein Vater starb als ich 18 Jahre alt war. Meine Schwester ist mit ihrer Familie vor einigen Jahren nach Bonn gezogen. So ist meine Familie zwar relativ weit entfernt, aber viele meiner Verwandten und Freunde wohnen in Berlin. Mit vielen von ihnen habe ich meine Freizeit verbracht, sei es beim Snowboarding, Ultimate Frisbee, Rudern oder Schwimmen.

Erste pastorale Erfahrungen machte ich als Diakon in Fürstenwalde und verbrachte die ersten beiden Jahren als Priester im Aufbaustudium in Boston, bevor ich 2002 Kaplan in St. Ludwig in Berlin-Wilmersdorf wurde. 2003 erfolgte die Ernennung zum Diözesanjugendseelsorger und 2006 zum Pfarrer auf der Insel Rügen. 2012 wurde ich von Kardinal Woelki zum Promotionsstudium in Bochum freigestellt. Jede dieser Stationen war ein Ort, wo ich viel lernen und menschlich wachsen durfte. Ich bin gewiss, dass sich dies auch in Potsdam und Werder, Babelsberg und Michendorf fortsetzen wird. In die Fußstapfen von hochverdienten Pröpsten zu treten, wie Gert Adler und Klaus-Günter Müller, erfüllt mich mit Demut und Respekt.

Vor 18 Jahren geweiht, bin ich nach wie vor sehr gerne Priester. Ich glaube, dass es die Kirche hier im Herzen Brandenburgs gibt, um Menschen zu helfen, wahrhaftig in die Nachfolge Jesu zu treten und unseren Glauben in konkretes Handeln zu übersetzen. Jede kirchliche Lehre muss die Möglichkeit bieten, auch von den Menschen gelebt werden zu können. Jeder Christ ist berufen, Freude auszustrahlen, und ich glaube, jeder Priester hat die Aufgabe den Menschen dabei zu helfen. Ein wenig aufgeregt und voller Erwartung starte ich in dieses neue Abenteuer, welches der Heilige Geist für uns hier im Großraum Potsdam bereithält. Beten wir füreinander!

Ihr Pfarrer Arnd Franke

Quelle: Pfarrbrief Peter und Paul Erntedank2018